Thomas Kids Care (Ghole Tole, Nepal)

Ende April 2015 wurde Nepal von mehreren schweren Erdbeben heimgesucht. Hope is life setzte sich mit der lokalen Hilfsorganisation Homenet Nepal vor Ort für die Betroffenen der Katastrophe ein. Neben der Verarbeitung der traumatischen Erlebnisse, wurden betroffene Familien mit notwendigen Materialien versorgt und temporäre Behausungen erstellt. Während unserer Arbeit vor Ort wurde Hope is life von der Organisation Homenet angefragt, das abgelegene Bergdorf Ghole Tole zu besichtigen. Dieses Dorf wartet seit langem auf Unterstützung von einer Hilfsorganisation. Was wir da antrafen, ist schwer in Worte zu fassen: ca. 80% der Dorfbewohner sind dem Alkohol verfallen. Die Kinder haben kleine Gangs gebildet und sind die meiste Zeit sich selbst überlassen. Zuhause kriegen viele Kinder kein Essen und müssen sich dies selbst beschaffen. Die Jungs beginnen oft schon mit 10 Jahren mit dem Konsumieren von Alkohol, die Mädchen etwas später. Diese Welt schien abgeschieden von der restlichen Welt und erinnerte uns an ein Dorf, das in Vergessenheit geraten ist.

Schnell war uns klar, dass wir da nicht wegschauen können und uns mit der Problematik in diesem Dorf auseinander setzen wollen. Nach einigen Diskussionen und abwägen der Möglichkeiten, entschied sich Hope is life, in diesem Bergdorf ein Projekt zu beginnen. 

 

Das Projekt

Da die Kinder Kinder am meisten unter dieser Situation litten, haben wir uns als erstes ihnen gewidmet, um uns danach ebenso den Eltern annähern zu können. Das für 80 Mädchen und Jungs erbaute Kinderzentrum, das Thomas Kids Care gehört mittlerweile zum gewohnten Alltag der Kinder. Hier dürfen sie für einige Stunden einfach Kind sein. Ohne den Belastungen ihres täglichen Lebens schutzlos ausgeliefert zu sein. Viele Kinder die wir da betreuen erleben Gewalt, physisch und emotionale Verwahrlosung, so wie teils auch an Hunger leiden. Mit viel Geduld und Verständnis werden die Kinder von unserem Hope is life Team betreut. Das Thomas Kids Care ist ein Ort, an dem die Kinder Geborgenheit und Sicherheit erfahren dürfen.
 

Der Alltag des Thomas Kids Care  wird nach den Bedürfnissen der Kinder ausgerichtet. Neben der Begleitung von Schulaufgaben, werden täglich zusätzliche Dinge unterrichtet, wie zum Beispiel die Bewirtschaftung unseres Gartens, Grundregeln von Hygiene, Wissenswertes über Nahrung usw. Ebenso lernen die Kinder zu spielen, was für manche Kinder eine Herausforderung darstellt.

Die Eltern werden Sensibilisierung über die aktuelle Situation ermöglichen und sollen den Eltern die Missstände im Alltag ihrer Kinder aufzeigen. Das Suchtverhalten der Dorfbewohner wird thematisiert und für die Zukunft nach Strategien für mehr Lebensqualität aller Beteiligten gesucht.

 

Projektziele

1. Sicherer Ort für die Kinder – Kinderzentrum

Nach Schulschluss werden die Kinder von lokalen Mitarbeitern im Kinderzentrum betreut. Bei Kindern die nicht zur Schule gehen, wird erst nach der Ursache und dann nach Strategien gesucht, so dass ein Wiedereinstieg in den Schulalltag möglich wird. Die Kinder erhalten im Thomas Kids Care Unterstützung bei den Hausaufgaben, werden zu Spielen angeleitet und erhalten die Möglichkeit sich über Probleme zu Hause und in der Schule auszutauschen. Die Kinder bekommen somit Struktur in ihren Alltag und weitere Bezugspersonen ausserhalb ihrer Familie. Dies vermittelt den Kindern Sicherheit und Selbstvertrauen, das der körperlichen und emotionalen Verwahrlosung entgegenwirkt. Auf diese Weise können die Kinder von der Suchterkrankung der Eltern teilweise geschützt werden und erhalten die Motivation für ein Leben ohne Alkohol.

 

2. Ausgewogene Ernährung für den Nachwuchs

Die Kinder erhalten abends eine nahrhafte Mahlzeit, die sie körperlich stärkt, um ihren herausfordernden Alltag zu meistern.

 

3. Suchtprävention und Begleitung aus der Abhängigkeit

Die Eltern werden über die Auswirkung ihrer Suchterkrankung aufgeklärt. In Gruppe- oder Einzelgesprächen werden die Dorfbewohner motiviert sich mehr um ihre Kinder zu kümmern und dem Alkohol den Kampf anzusagen. Dieses Ziel wird wohl das schwerste des Projektes. Doch wir sind davon überzeugt, einen Teil der Eltern auf dem Weg aus der Abhängigkeit begleiten zu können. 

 

NEWS:

 
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